Der Ort dient der Erinnerung sowie dem Gedenken zu offiziellen Anlässen und wurde in Form eines geschwungenen Weges in die Landschaft eingebettet, der eine „natürliche“ Wegführung verkörpert und zwei Erschließungspunkte verbindet. Der Landschaftsgarten hat eine Fläche von 1.600 m2. Der 60 m lange Weg verläuft diagonal auf einem Teilstück des Grundstücks und ermöglicht eine angemessene Abgeschiedenheit für ein stilles Erinnern und Gedenken. Den skulpturalen Objekten kam die Aufgabe zu, konkrete Inhalte zu vermitteln, die durch die Einbettung in die Naturszenerie unterstrichen werden. An den am alten Baumbestand vorbeiführenden Hauptweg schließen sich zwei unterschiedlich große gepflasterte Kreisflächen an. Die Trennung des Ortes vom Alltag wird durch eine Abgrenzung in Form einer Schwellensituation zum Eintritt in die Kreisflächen hervorgehoben. Diese „Erinnerungsräume“ geben die Anordnungen der „Ereignisstelen“ und Bewegungshandlungen vor. Die symbolischen Formen liegen nebeneinander und entfalten sich als System. Die innerhalb der Landschaft vorrangig architektonischer und skulpturaler Prägung angeordneten Stelen sollen erinnern. Sie sind Bestandteil der allgemeinen Erinnerungsarbeit und sollen dazu beitragen, dass aus einer anderen Perspektive neue und für den Einzelnen ungewohnte Erkenntnisse entstehen. 

LANDART

 

GEDENKRAUM